Solar in der Schweiz 2025: Was Hauseigentümer jetzt kaufen
25'562 neue Anlagen auf Einfamilienhäusern, über 70 Prozent mehr Batteriespeicher und neue Regeln, die jede selbst genutzte Kilowattstunde wertvoller machen. Das Jahr in Zahlen.
Schweizer Hauseigentümer haben auch 2025 auf Solar gesetzt, und was sie gekauft haben, hat sich verändert. Die Anlagen wurden grösser, Batteriespeicher legten stark zu, und die Regeln rund um den Eigenverbrauch haben sich zugunsten von selbst genutztem Solarstrom verschoben. Hier das Jahr in Zahlen, von Swissolar und dem Bundesamt für Energie.
Das Jahr in Zahlen
| 2025 | Wert |
|---|---|
| Neu installierte Solarleistung | 1'333 MW |
| Neue Anlagen auf Einfamilienhäusern | 25'562 |
| Durchschnittliche Anlage pro Haus | 13,4 kW |
| Verkauf von Batteriespeichern | über 70 % mehr |
| Anteil Solarstrom am Verbrauch | 13,7 % |
Nach dem Rekordjahr 2024 hat sich der Markt auf ein ruhigeres Tempo eingependelt. Swissolar erwartet für 2026 eine Stabilisierung, mit fast 17 Prozent Solarstrom am Schweizer Verbrauch. In der Branchenumfrage rechnete die Mehrheit der Unternehmen für 2026 mit mehr Umsatz als 2025.
Batteriespeicher sind die Geschichte des Jahres
Der Verkauf von Batteriespeichern wuchs 2025 um über 70 Prozent. Hauseigentümer wollen mehr eigenen Strom nutzen, und die Preise sind gesunken: In der Preisstudie des Bundes kosteten kleine Speicher unter 10 kWh im Median CHF 686 pro kWh, Speicher mit 20 bis 30 kWh CHF 504 pro kWh.
Warum sich der Eigenverbrauch mehr lohnt
Seit dem 1. Januar 2026 ist die Vergütung für eingespeisten Solarstrom schweizweit einheitlich. Sie richtet sich nach dem vierteljährlich gemittelten Marktpreis, mit einer Mindestvergütung von 6 Rp./kWh für Anlagen unter 30 kW. Ein typischer Haushalt zahlt laut ElCom 2026 dagegen 27,7 Rp./kWh für Strom aus dem Netz.
Jede selbst genutzte Kilowattstunde ist also ein Vielfaches dessen wert, was sie bei der Einspeisung bringt. Darum steht der Eigenverbrauch im Zentrum eines guten Angebots: eine Anlage, die zum Haushalt passt, ein Speicher, wo er hilft, und Verbraucher wie Wärmepumpe oder Elektroauto, die in den Sonnenstunden laufen.
Neue Wege, Solarstrom zu teilen
Seit 2026 können Nachbarn lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) bilden und Solarstrom innerhalb einer Gemeinde über das öffentliche Netz teilen, mit einem Rabatt auf die Netznutzung. Zusammen mit den virtuellen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (vZEV), die es seit 2025 gibt, entstehen neue Möglichkeiten für Häuser mit guten Dächern.
Was das für Installateure bedeutet
- Mit dem Eigenverbrauch beginnen. Zeigen Sie, wie viel Strom der Haushalt selbst nutzt und was das spart.
- Den Speicher als Option mit echten Zahlen anbieten. Die Preise sind gesunken, das Interesse ist gross.
- Über das ganze Haus sprechen. Wärmepumpe, E-Laden und Solar funktionieren am besten zusammen.
- Schnell antworten. Wer Offerten vergleicht, erinnert sich an den Installateur, der zuerst angerufen hat.
Quellen
- Swissolar, Statistik Sonnenenergie 2025, via pv magazine (10. Juli 2026) und SRF (9. Juli 2026).
- Swissolar Branchenumfrage, via pv magazine (7. April 2026).
- EnergieSchweiz, Photovoltaikmarkt: Preisbeobachtungsstudie 2025 (August 2026).
- Swissolar, Neuregelungen 2026, via pv magazine (12. Januar 2026).
- ElCom, Stromtarife 2026: typischer Haushalt (H4) 27,7 Rp./kWh.